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Gott oder Göttin der Künste existiert nicht. Ich habe vom Schizo-Schrei des blauen Vogels gehört und danach das Grölen, wenn jemand schwärmt und schwört auf eine Kunstrichtung, Der blaue Vogel war einmal zuständig für die Künste. Im Urwald der Kunstrichtungen hat schon damals der Maler Piccabia gesagt: "Kunst kommt von Können und nicht von Wollen. Sonst sollte man Kunst wie ‚Wunst’ nennen". Und er spaßte weiter: "Wenn Ihr saubere Ideen wollt, dann wechselt sie wie die Hemden." Der Spaßmacher und Künstler hat mich schon in jungen Jahren angesteckt nur deswegen, weil ich auch die gleiche Welle zum Oberflächlichkeitsfetischismus hatte. Mich zog es ewig zum Eklektizismus. Oh weh, einen großen Fehler habe ich in den Augen der "Echten" begangen, der im Epizentrum der zeitgenössischen Kunst Stehenden, meistens für die neuesten Kunstrichtungen Zuständigen. Ich sah demonstrierende Menschen auf der Straße mit einem Plakat: "Nieder mit den realen Künsten! Es lebe das Abstrakte." Und ich sah auch die abstrakt Arbeitenden wie sie den Kurs zum Realen wechselten, was wieder in Mode kam.
Der Kunst abzusagen wäre leicht, wenn man einfach die Finger von ihr ließe. Gegen sie anzugehen kann man aber nur als Künstler, der ihr dann nicht entkommt. Ich sage immer: "Ich will nicht als Künstlerin angesehen werden".
Damit wäre meine Flatterhaftigkeit bestätigt, etwa von Bild zu Bild die Handschrift wechselnd. Im Antikünstler kommt immer wieder der Künstler auf und will begutachtet sein. Ungeniert male und zeichne ich live aus Phantasien und Träumen, von Fotos, von Zeitungsausschnitten und Büchern inspiriert wie eine auf dem Dach laufende Katze und ewig durch neue Aktionen abgelenkte.
Einige Beispiele: Illustrationen aus den Jahren 1960-1985 |


